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Das Solopreneur Geschäftsmodell als Wertschöpfungskette

  • Wenn Du recht neu beim Thema Online Business und Solopreneurship bist, dann stellst Du Dir mit Sicherheit die Frage, wie das alles funktionieren soll
  • Wie verdient man als Solopreneur überhaupt sein Geld?
  • Und was macht das Unternehmen eines Solopreneurs überhaupt aus?
  • Um dieses Thema etwas genauer zu beleuchten, bietet es sich an, das Unternehmen eines Solopreneurs als eine Wertschöpfungskette zu betrachten
  • Eine Wertschöpfungskette beschreibt die Abfolge der Schritte, in der in einem Unternehmen Mehrwert entsteht
  • Das ist ein traditionelles Konzept aus der Betriebswirtschaftslehre, um die Abläufe in einem Unternehmen greifbarer zu beschreiben
  • Und genau das machen wir uns hier zunutze
  • Das Unternehmen eines Solopreneurs besteht nämlich ganz grob aus vier Schritten:
    • Am Anfang der Wertschöfpung steht der Traffic auf der Webseite des Solopreneurs – damit fängt alles an
    • Der nächste wichtige Schritt ist es, den Traffic dann auf einer E-Mail-Liste zu sammeln und langfristig nutzbar zu machen
    • Der dritte Schritt ist es dann, mit den Personen auf der E-Mail-Liste eine Beziehung aufzubauen, um sie dann als Kunden gewinnen zu können
    • Und zu guter Letzt sollte man sich auch als Solopreneur um seine Kunden mit einem guten Kundenservice kümmern
  • Neben diesen vier Schritten in der Wertschöpfung gibt es aber auch noch unterstützende Tätigkeiten

Ein Solopreneur muss Traffic für seine Webseite generieren

  • Traffic steht ganz am Anfang der Wertschöpfung eines Solopreneurs
  • Wenn Du es nicht schaffst, neue Besucher auf Deine Webseite zu lotsen, dann bringt Dir Dein ganzes Unternehmen nichts
  • Daher sollte eine Deiner wichtigsten Aufgaben als Solopreneur sein, konstant für neue Besucher zu sorgen
  • Aber wie kannst Du das genau schaffen?
  • Content Marketing ist hier ein ganz wichtiges Stichwort
  • Es bedeutet, dass Du über Deine Webseite und auch andere Kanäle hilfreiche und wertvolle Inhalte veröffentlichst, die Probleme Deiner Zielgruppe adressieren und (im Kleinen) lösen
  • Dadurch wirst Du über kurz oder lang einen konstanten Strom an Besuchern auf Deine Webseite locken
  • Allerdings ist Content Marketing eher eine langfristig orientierte Strategie für mehr Traffic auf der Webseite und wird nicht sofort zu messbaren Ergebnissen führen
  • Social Media sind allerdings auch ein sehr guter Traffic-Lieferant
  • Wenn Du in den sozialen Medien ein erfolgreiches Profil führst, kannst Du immer mal wieder auf Deine interessanten Beiträge verweisen und so für zusätzlichen Traffic auf Deiner Webseite sorgen
  • Allerdings musst Du aufpassen, denn nur auf die eigenen Inhalte zu verweisen kann richtig nach hinten los gehen
  • Nur Eigenwerbung zu machen, ist nicht sozial, und wir nicht funktionieren
  • Du solltest auch auf gute Beiträge anderer verweisen, die hilfreich für Deine Zielgruppe sind
  • Das zeugt von gutem Stil und führt außerdem dazu, dass auch andere geneigt sind, auf Deine Inhalte zu verweisen, wenn es für ihre Zielgruppe von Nutzen ist
  • Eine sehr schnell wirkende Traffic Quelle ist Pay per Click (PPC) Werbung
  • Die großen Platzhirsche sind hier Google und Facebook
  • Über bezahlte Werbung kannst Du fast unendlich viel Traffic auf Deine Webseite lenken – das entsprechend benötigte Budget natürlich vorausgesetzt
  • Allerdings solltest Du aufpassen und es auch hier nicht übertreiben
  • Denn Besucher sind kein Selbstzweck
  • Wenn Du zwar über bezahlte Werbung Besucher auf Deine Webseite bekommst, diese aber nach kurzer Zeit schon wieder verschwinden, dann verbrennst Du Geld
  • Es geht also auch bei bezahlter Werbung um gezielten Traffic, der sich auch für Deine Inhalte interessiert

Mit Traffic baust Du Dir eine eigene E-Mail-Liste auf

  • Dein Traffic hat im Regelfall eines gemeinsam: er wurde auf Deine Inhalte aufmerksam und hat ein leichtes Interesse an Dir und Deinen Inhalten
  • Dieses Interesse gilt es, zu nutzen
  • Wenn Du mit Deinen Inhalten überzeugen konntest, solltest Du jede Anstrengung unternehmen, um die interessierten Personen länger an Dich zu binden
  • Das funktioniert am besten über eine eigene E-Mail-Liste
  • Hier kannst Du alle potentiellen Kunden versammeln und diese Kontaktmöglichkeit in der Zukunft nutzen
  • Um allerdings Menschen davon zu überzeugen, sich auf Deiner E-Mail-Liste einzutragen, ist ein bisschen Aufwand nötig
  • Zuerst benötigst Du einen guten Lead Magnet, also ein gratis Angebot, das Interessierte von Dir bekommen, wenn sie Dir ihre E-Mail-Adresse geben
  • Gute Lead Magnets kommen in unterschiedlichen Formen, haben aber eines gemeinsam: sie sind spezifisch und gehen auf die Bedürfnisse Deiner Zielgruppe ein
  • Daneben benötigst Du aber auch an den richtigen Stellen auf Deiner Webseite Gelegenheiten, damit sie Deine Besucher auch eintragen können
  • Diese Gelegenheiten sind Opt-in-Formulare, die mindestens aus einem Feld für die E-Mail-Adresse Deiner Besucher bestehen
  • Das Formular selbst sollte ansprechend designt sein und mit guten Texten für das Eintragen werben
  • Es sollte aber auch an den richtigen Stellen auf Deiner Webseite platziert sein bzw. für es geworben werden: auf Deiner Startseite, in der Seitenleiste, nach Artikeln und in Form eines Pop-ups nach einer gewissen Zeit
  • Um wirklich gute Ergebnisse beim Aufbau Deiner E-Mail-Liste zu erzielen, musst Du alle Elemente testen und optimieren
  • Gängige Tools helfen Dir dabei, verschiedene Varianten Deiner Formulare zu erstellen, die Du dann gegeneinander „antreten“ lassen kannst – für das beste Ergebnis würdest Du Dich dann entscheiden und das wiederum als Grundlage für weiteren Verbesserungen nehmen
  • Aber nicht nur das Formular selbst kann getestet werden, sondern auch die Orte, an denen es zu finden ist und natürlich auch Dein Lead Magnet selbst

Der dritte Schritt im Geschäftsmodell ist es, Kunden zu gewinnen

  • Nach dem Aufbau der E-Mail-Liste geht es darum, aus den Interessierten Kunden zu machen
  • Allerdings benötigt man dafür auch ein Angebot
  • Produktentwicklung ist also eine der wichtigsten Aufgaben in diesem Schritt der Wertschöfpungskette
  • Und im Idealfall erhält man die Ideen für eigene Produkte, Dienstleistungen und Angebot nicht aus dem luftleeren Raum, sondern basierend auf dem Feedback und Reaktionen der eigenen Zielgruppe
  • Über die im Aufbau befindlich E-Mail-Liste baut man in diesem Schritt auch eine Beziehung auf und entwickelt Vertrauen in die eigene Person und die eigenen Leistungen
  • Das erreicht man wiederum am besten über weitere werthaltige Inhalte, die man – am besten exklusiv – über die E-Mail-Liste verteilt
  • Für mich ist ein ganz wesentliches Element der klugen Kundengewinnung die sinnvolle und strategische Organisation der Produkte in einem Produktsystem
  • Damit ist die hierarchische Anordnung von Produkten gemeint, die jeweils einen ganz speziellen Zweck erfüllen und den Kunden gezielt vom Interessenten hin zum VIP Kunden entwickeln
  • Und zu guter letzt zählt hier auch noch die eigentliche Erbringung der Leistung dazu
  • Das kann in Form von Online Kursen geschehen, über Skype Coaching, Präsenz Seminare oder E-Books – die Möglichkeiten sind hier schier endlos!

Guter Kundenservice sorgt für langfristige Kundenbindung

  • Kundenservice wird häufig mit Problemen in Verbindung gebracht
  • Allerdings ist Kundenservice nicht nur dafür da, um die Probleme der Kunden zu adressieren
  • Vielmehr ist guter Kundenservice eher die Betreuung der Kunden nach ihrem Kauf – ganz unabhängig davon, ob sie zufrieden oder unzufrieden sind
  • Darüber erreicht man es erst, dass Kunden zu langfristigen Kunden und sogar Fans des eigenen Online Business werden
  • In diesem Bereich sollte man also selbst aktiv dafür sorgen, dass man Feedback von den eigenen Kunden holt und darüber lernt und dieses Wissen dann in Verbesserungen ummünzt
  • Außerdem sollte man ein System implementieren, mit dem man laufend neue Testimonials zufriedener Kunden einsammelt, die man dann im eigenen Marketing wieder verwenden kann
  • Und natürlich gehört auch die Problemlösung unzufriedener Kunden dazu – wenn dieser Aspekt auch eher den zeitlich geringsten Anteil am Kundenservice einnehmen sollte

Unterstützende Tätigkeiten halten das Solopreneur Geschäftsmodell am Laufen

  • Neben den Hauptelementen der Wertschöpfungskette gibt es aber auch noch unterstützende Tätigkeiten
  • Darunter gehört beispielsweise der Umgang mit anderen Dienstleistern oder Freelancern
  • Denn früher oder später wird man ungeliebte administrative Aufgaben an andere auslagern wollen, um selbst mehr Zeit für werthaltige Aufgaben zu haben
  • So kann man auf jeden Fall die eigene Buchhaltung und Steuertätigkeiten an einen fähigen Steuerberater auslagern
  • Aber beispielsweise auch die Überarbeitung von Podcast Episoden kann gut an einen entsprechenden Freelancer ausgelagert werden
  • Sich um das eigene IT Setup und die Webseite zu kümmern, gehört hier ebenfalls in die unterstützenden Tätigkeiten
  • Heute ist es ja – WordPress sei Dank – relativ einfach, die eigene Webseite am Laufen zu halten
  • Aber die Einrichtung komplexerer Anpassungen oder die Pflege sind auch hier gute Möglichkeiten, um sich durch andere Dienstleister weiter zu entlasten
  • Für mich gehört in die unterstützenden Tätigkeiten auch die Produktion von Audio- und Videoinhalten, da sie bei mir einen relativ großen Anteil einnehmen
  • Die Finanzen hatte ich ja bereits beim Steuerberater erwähnt, aber auch sie sind eine wichtige unterstützende Tätigkeit, die man nicht vernachlässigen sollte
  • Und zum Abschluss möchte ich natürlich auch noch auf die Wichtigkeit von Systemen und Prozessen oder generell der Organisation des eigenen Unternehmens hinweisen
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