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Grundsätzlich empfehle ich Dir ja sehr häufig, an einem eigenen Produktsystem zu arbeiten.

Dabei wird auch häufig der Ratschlag gegeben, nur die gratis Produkte und Einstiegsprodukte öffentlich zu zeigen.

Deine Kernangebote und Profit Maximierer bekommen nur die Kunden auf der jeweils niedrigeren Stufe zu sehen.

Aber ist das wirklich so ein guter Ratschlag? Sollte man nicht vielleicht doch all seine Produkte öffentlich zeigen?

Finden wir es doch heraus!

Aus meiner Sicht gibt es insgesamt vier Aspekte, die man bei so einer Entscheidung berücksichtigen sollte. Nehmen wir uns die doch mal nacheinander vor.

Beachte die Kaufbereitschaft Deiner Kunden

Der erste Bereich, der Dich interessieren sollte, ist die Kaufbereitschaft Deiner Kunden. Je nachdem, ob Du Deine Produkte öffentlich zeigst und vor allem welche, hat das einen zum Teil erheblichen Einfluss auf die Kaufbereitschaft Deiner Kunden.

Grundsätzlich musst Du wissen, dass Deine Kunden erhebliche Kaufanreize benötigen, um eines Deiner Produkte zu kaufen oder eine Dienstleistung bei Dir zu buchen.

Wenn Du Deine Produkte dauerhaft öffentlich präsentierst, kann das gegen diese Kaufanreize wirken. Deine Produkte sind so ständig verfügbar und den mächtigen Verkaufshebel der Knappheit kannst Du so nicht wirklich nutzen.

Stattdessen könnte man aber auch das Produkt als solches öffentlich präsentieren und es über Launches nur während bestimmter Zeiträume zum Kauf anbieten. Somit könntest Du über den Launch von der Knappheit profitieren und zeigst auch außerhalb Deiner Launch-Phasen, welche Angebot zu bieten hast.

Versuche, den Eindruck eines Hobbys zu vermeiden

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist für Dich bestimmt, wie Du von Deinen Kunden und Interessenten wahrgenommen wirst.

Gerade im Online Business ist es wirklich sehr verbreitet, dass man gerade zu Beginn erstmal ohne Leistungen startet und über Content Marketing eine eigene Community aufbaut.

Das ist auch ein Rat, den ich grundsätzlich gebe. Allerdings besteht dabei auch die Gefahr, dass das eigene Unternehmen eher wie ein Hobby-Projekt wahrgenommen wird und nicht wie ein Unternehmen.

Wenn man nur das eigene Content Marketing öffentlich zeigt und keine Produkte oder Dienstleistungen, kann bei den ersten Besuchern leicht der Eindruck entstehen, dass es bei Dir alles umsonst gibt.

Wenn dann irgendwann mal der Zeitpunkt gekommen ist, dann fällt der Wechsel hin zu den eigenen Produkten sowohl Dir als auch Deiner Community schwer.

Menschen gewöhnen sich einfach sehr schnell an Umstände und damit auch an Deine „Gratis-Kultur“.

Das Produktsystem führt Deine Kunden gezielt durch Dein gesamtes Angebot

Ich habe ja zu Beginn dieses Artikels schon das Produktsystem erwähnt.

Seine volle Stärke spielt diese Organisation Deiner Leistungen nur aus, wenn die definierte Reihenfolge Deiner Produkte und Dienstleistungen eingehalten wird.

Das Produktsystem stellt eine Entwicklung Deines Kunden dar und je höher im System steigt, umso wertvoller sind auch Deine Leistungen.

Neue Interessenten, die Dich noch nicht so gut kennen, können unter Umständen gar nichts mit Deinen Profit Maximierern anfangen.

Allerdings haben Anfänger auch das Problem, dass die absolute Größe der Besucher auf der Webseite sowie der Umfang der eigenen E-Mail-Liste noch stark begrenzt ist.

Und bei jedem Anstieg innerhalb Deines Produktsystems wirst Du immer Kunden haben, die diesen nächsten Schritt nicht mitmachen.

Bei einer kleinen absoluten Zahl an potentiellen Kunden kann es also durchaus passieren, dass erstmal niemand Deine hochwertigen Profit Maximierer zu Gesicht bekommt.

Deine Kunden durchlaufen mit der Kundenreise einen Problemlösungsprozess

Und dann gibt es da ja auch noch die Kundenreise Deines Kunden.

Die Kundenreise stellt ja den Entscheidungsprozess Deines Kunden dar. Der Weg der Problemlösung ist relativ klar definiert. Jeder, der ein Problem hat und es lösen möchte, geht die einzelnen Schritte dieses Prozesses nach und nach an.

Die Entscheidung für ein bestimmtes Angebot wie zum Beispiel Dein Produkt ist nur ein einziger Schritt in diesem Prozess.

Aber wenn Du Deine Produkte dauerhaft präsentierst und jederzeit den Kauf ermöglichst, kannst Du die Kundenreise deutlich erschweren.

Denn für einen erfolgreichen Kauf ist auch das Timing eines Angebots sehr entscheidend.

Mein Lösungsvorschlag: ein kombinierter Ansatz

Aber was heißt das denn nun für Deine Frage, ob Du all Deine Produkte öffentlich zeigen solltest? Gute Argumente in die eine oder andere Richtung gibt es auf jeden Fall.

Ich würde Dir daher einen kombinierten Ansatz vorschlagen. Zum einen solltest Du (fast) alle Deine Produkte öffentlich präsentieren. Und zum anderen solltest Du massiv von der Möglichkeit Gebrauch machen, Deine Verkaufsprozesse per E-Mail zu steuern und gleichzeitig bei einigen Produkten auf Launches setzen.

Zeige (fast) alle Deine Produkte öffentlich

Ich würde Dir empfehlen, all Deine Leistungen öffentlich auf Deiner Webseite zu präsentieren.

Damit meine ich aber nicht, dass jedes Produkt und jede Dienstleistung direkt gekauft oder gebucht werden kann.

Nein, mir geht es hier nur darum, zu zeigen, dass Du ein Business betreibst und auf gar keinen Fall der Eindruck entsteht, dass Deine Webseite ein reines Hobbyprojekt ist.

Aber eine Einschränkung habe ich schon.

Ich würde davon absehen, gerade hochwertige und stark individuelle Dienstleistungen zu präsentieren.

Hier möchtest Du wirklich den Luxus haben, selbst zu entscheiden, welche Kunden für diese Dienstleistungen in Frage kommen und wen Du in diesen erlesenen Kreis mit aufnehmen möchtest.

Aber sonst würde ich so ziemlich jedes Produkt und jede Dienstleistung auf einer separaten Seite Deiner Webseite präsentieren.

Gestalte Deine Verkaufsprozesse per E-Mail

Damit Du aber trotzdem den Vorteil hast, Deine Interessenten und Kunden gezielt durch Dein Angebot zu führen, solltest Du stark auf E-Mail-Marketing setzen.

Hier kannst Du über Autoresponder und Deine Newsletter sehr gezielt die einzelnen Schritte der Kundenreise angehen und Deine Interessenten durch ihren Problemlösungsprozess führen.

Bringe Deine höherwertigen Produkte per Launches an den Mann

Bei Deinen Einstiegsprodukte und zum Teil auch bei Kernangeboten macht es Sinn, sie dauerhaft verfügbar zum Kauf anzubieten.

Du möchtest ja explizit, dass der Sprung vom Interessenten zum Käufer möglichst schnell passiert.

Aber was ist mit Deinen teureren Kernangeboten oder gar Deinen Profit Maximierern?

Aufgrund des hohen Preises dieser Leistungen würdest Du Dir mehr schaden, wenn sie für jedermann zu jeder Zeit verfügbar wären.

Genau aus diesem Grund würde ich Dir bei solchen Produkten empfehlen, stark auf Launches zu setzen.

Zu Beginn solltest Du die Launches „per Hand“ orchestrieren und die entsprechenden Produkte nur zwei- bis viermal im Jahr zum Kauf anbieten.

Bei Deinen Kernangeboten kannst Du dann irgendwann mal dazu übergehen, dass sie per Evergreen Launches angeboten werden. Daher sind sie eigentlich immer kaufbar, aber eben nur für Personen, die in der entsprechenden Launch-Sequenz in Deinem E-Mail-Marketing sind.

Falls Du mehr über die Verwendung von Launches im Online Business lernen möchtest, kann ich Dir das Buch von Jeff Walker* wärmstens empfehlen.

Also ist die Antwort auf die Frage sehr klar zu beantworten. Ja, Du solltest (fast) all Deine Produkte öffentlich präsentieren. Aber das muss unbedingt mit entsprechendem E-Mail-Marketing und dem Einsatz von Launches kombiniert werden.

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