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Gutes Content Marketing lebt nicht nur allein von guten Inhalten. Nein, es braucht eine Struktur, die sich weit über den einzelnen Beitrag erstreckt und einen roten Faden erkennen lässt.

Daher empfehle ich immer wieder, sein Content Marketing mit dem Inbound-Ansatz aufzubauen. So ist sichergestellt, dass Deine Zielgruppe die Inhalte bekommt, die sie benötigt, um am Ende eine Leistung von Dir zu kaufen.

Aber wie geht man das Ganze rein praktisch an?

Wie planst Du aktuell Deine Inhalte?

Wie planst Du denn gerade Deine Inhalte? Gehst Du bereits strukturiert vor? Wie? Oder produzierst Du immer genau die Inhalte, auf die Du gerade selbst Lust hast?

Ich sehe immer wieder eine Art, die eigenen Inhalte zu produzieren, die sehr verbreitet ist.

Du sammelst all Deine Ideen für neue Inhalte

Erst einmal sammelt man mehr oder weniger wahllos Ideen.

Man startet ein Brainstorming und lässt die Ideen nur so aus sich raus sprudeln. Jede einzelne Ideen wird erstmal festgehalten.

Vielleicht geht man die Ideenfindung auch etwas strukturierter an und orientiert sich dabei an einer groben Struktur des eigenen Themas. Mein Vorschlag zum Wissens-System wäre so eine Struktur.

Oder aber man lässt sich von Fragen leiten, die einem selbst in den Sinn zum eigenen Thema kommen.

Wie auch immer die Herangehensweise ist, man hat eine mehr oder weniger geordnete Liste an Themen.

Du sichtest Deine Ideen und triffst eine Auswahl

Die Liste wächst mit der Zeit immer weiter an und man kann nach einiger Zeit nur schwer den Überblick darüber behalten, welche Ideen man schon in der einen oder anderen Form gehabt hat.

Von Zeit zu Zeit möchte man dann eine Ideen auswählen, die man in einem neuen Beitrag, einer neuen Podcast-Episode oder auch in einem neuen YouTube-Video verarbeitet.

Dabei passiert es leicht, dass einem viele Ideen, die man einmal hatte, überhaupt nichts mehr sagen. Ein Schlagwort mag zwar ausreichend gewesen sein, als man die Idee ursprünglich hatte, aber jetzt weiß man überhaupt nicht mehr was man sich darunter eigentlich mal gedacht hat.

Du nimmst Dir die Ideen vor, auf die Du gerade „Lust“ hast

Bei der Wahl einer Idee gehen viele einfach nach Lust und Laune vor. Sie wählen gerade das Thema oder die Idee aus, bei der es gerade „Klick“ macht.

Das finde ich jetzt nicht unbedingt so schlecht. Eine Idee, für die man sich gerade begeistern kann, bedeutet auch meist eine emotionale Umsetzung des Inhalts.

Und wir wollen ja bei unserer Zielgruppe Emotionen auslösen!

Aber ist das wirklich so eine gute Idee, immer genau das auszusuchen, wozu man gerade selbst Lust hat?

Wo bleibt da eigentlich die eigene Zielgruppe? Und wie spielen da die eigenen Leistungen, Produkte und Dienstleistungen rein?

Gute Frage! Daher schlage ich auch einen anderen Weg vor, den eigenen Redaktionsplan anzugehen.

Kennst Du Dein Lösungskonzept?

Für mich beginnt der Weg zu einem guten Redaktionsplan nämlich bei der Frage nach den eigenen Leistungen.

Und da viele Anbieter da keine klare Antwort drauf haben, möchte ich das Thema noch weiter aufdröseln und einige Schritte früher starten.

Falls Du für Dich schon sehr klar definiert hast, was Deine Lösungen sind, dann kannst Du diesen Teil gerne überspringen.

Aber auch für Dich dürfte diese kleine Auffrischung hilfreich sein und vielleicht das eine oder anderen Aha-Erlebnis bringen.

Welche Probleme löst Du für Deine Kunden?

Gute Lösungen orientieren sich immer an Deinen potentiellen Kunden.

Daher empfehle ich Dir dringen, Dich intensiv mit Deiner Zielgruppe auseinanderzusetzen und im Idealfall sogar eine umfangreiche Buyer Persona zu entwickeln.

Das stellst ganz einfach sicher, dass sich Dein gesamtes Unternehmen an den Bedürfnissen Deiner klar definierten Zielgruppe orientiert. Eine absolute Grundlage für Deinen Erfolg!

Und bei Deiner Zielgruppe interessiert uns vor allem erstmal, welche Probleme Deine Zielgruppe überhaupt hat.

Kennst Du die?

Du kannst Dich den Problemen Deiner Zielgruppe nämlich auf verschiedenen Wegen nähern.

Zunächst kannst Du einfach mal direkt fragen, welche Probleme und Ängste Deine Zielgruppe hat? Was beschäftigt sie? Was raubt ihnen den Schlaf?

Aber Du kannst auch aus einer eher positiven Richtung kommen und fragen, welche Träume, Wünsche und Ziele Deine Zielgruppe denn hat?

Auch wenn das nicht sofort erkennbar ist, auch hier hat Deine Zielgruppe Probleme. Denn sie wissen ja offensichtlich nicht, wie sie diese Träume realisieren können, oder? Sonst hätten sie sie nämlich schon längst erreicht!

Und dann kannst Du natürlich auch noch nach konkreten Hindernissen suchen. Und zwar solchen, die sie daran hindern, ihre Probleme aus dem Weg zu schaffen.

Wenn Du so eine Sicht auf Deine Zielgruppe hast, dann hast Du die Grundlage für sehr erfolgreiche Leistungen gelegt.

Was sind Deine klar umrissenen Lösungen?

Denn jetzt geht es eigentlich nur noch darum, Dich zu fragen, wie Du Deine Zielgruppe unterstützen kannst?

Was kannst Du tun, um ihre Probleme und Ängste aus der Welt zu schaffen?

Wie kannst Du sie dabei unterstützen, ihre Träume zu verwirklichen?

Welche Unterstützung kannst Du bieten, um ihre Hindernisse aus dem Weg zu räumen?

Die Antworten auf diese Fragen sind Deine gesamten Leistungen. Ich empfehle Dir dabei, auf unterschiedlichen Leveln zu denken und die möglichen Dienstleistungen und Produkte in Form eines Produkt-Systems zu organisieren.

Aber Deine Leistungen sind nur ein erster Schritt auf dem Weg zu einem erfolgreichen Redaktionsplan. Du stellst Dir nämlich mit Sicherheit schon die Frage, wie wir jetzt die Kurve hin zur Redaktionsplanung kriegen, oder?

Welche Inhalte benötigen Deine Kunden auf dem Weg zu Deinen Lösungen?

Nun, das ist relativ einfach erklärt. Dir kommt die Antwort bestimmt auch zu einfach vor, wenn Du erstmal weißt, wie sich ein erfolgreicher Redaktionsplan speist!

Denn Du musst mit Deinen Inhalten die Informationen bereitstellen, die Deine Zielgruppe benötigt, um Deine Leistungen in Anspruch zu nehmen.

Genau das ist der Kern eines erfolgreichen Content Marketings mit dem Inbound-Ansatz.

Im Zentrum so einer strukturierten Redaktionsplanung steht die Kundenreise. Sie definiert nämlich sehr genau, welchen typischen Weg Deine Interessenten hin zum Kunden gehen.

Und diesen Weg begleitest Du mit Deinen Inhalten.

Wenn Dich das Thema noch weiter interessiert, dann lege ich Dir dringend meinen Content Marketing Kurs bei Udemy ans Herz!

Verstehen Deine Interessenten ihr Problem und seine Auswirkungen?

Die erste Stufe, die Deine Interessenten auf ihrer Reise gehen, ist die Erkenntnis, dass sie überhaupt ein Problem haben.

Das ist nämlich vielen Menschen aus Deiner Zielgruppe nicht unbedingt bewusst.

Unterschwellig wissen sie vielleicht, dass sie ein Problem haben, aber richtig bewusst ist es ihnen nicht.

Aber das reicht eigentlich noch nicht aus. Denn ein Problem zu haben bedeutet noch nicht, es auch lösen zu wollen.

Daher musst Du Deiner Zielgruppe mit Deinen Inhalten helfen, die Schwere des Problems zu begreifen. Zeige ihnen die Auswirkungen des Problems, wenn sie nichts unternehmen.

Deine Inhalte auf dieser Stufe zielen also darauf ab, Deinen Interessenten an den Punkt zu bringen, wo er ein Verständnis über sein Problem hat und gewillt ist, es anzugehen.

Sind Deinen Interessenten die verschiedenen Lösungswege bekannt?

Denn dann ist er bereit, sich mit möglichen Lösungen zu beschäftigen. Und bevor es tatsächlich an mögliche Produkte oder Dienstleistungen geht, interessieren erstmal nur die verschiedenen Optionen für eine Lösung.

Daher sollten Deine Inhalte auf dieser Stufe des Entscheidungsprozesses unterschiedliche Lösungswege vorstellen.

Du kannst sie auch gegeneinander abwägen und die Vor- und Nachteile einzelner Lösungswege herausstellen.

Dein Ziel ist es aber, Deinen Interessenten in die Richtung zu lenken, die Deine Produkte und Dienstleistungen einschlagen.

Aber versuche das bloß nicht mit der Brechstange hinzubekommen.

Offen und ehrlich zu sein und auch die Nachteile Deines Lösungsansatzes zu verdeutlichen, ist authentisch. Glaub mir, die richtigen Interessenten werden Deine Offenheit und Authentizität lieben. Und nicht jeder Interessent ist für Dich der richtige Kunde!

Warum sollten sich Deine Interessenten ausgerechnet für Dich und Dein Angebot entscheiden?

Nachdem aber klar ist, welche Lösungsweg aus Sicht Deines Interessenten der richtige ist, geht es um die Wahl eines konkreten Angebots.

Auch dabei kannst Du wieder mit Deinen Inhalten helfen.

Du kannst Deinem Interessenten nämlich die verschiedenen Optionen auf unterschiedlichen Stufen vorstellen.

Nicht jeder potentielle Kunde ist geeignet für Deine hochpreisigen Dienstleistungen. Manchen reicht auch einfach eine Arbeitsbuch, das sie selbst durcharbeiten können.

Oder sie lernen lieber individuell und für sich mit einem Online Kurs anstatt eines Deiner Seminare zu besuchen.

Aber auch bei der Wahl für ein konkretes Angebot kannst Du auf dieser Stufe helfen.

Du kannst nämlich die Vorteile Deines Angebots verdeutlichen. Was unterscheidet Dein Angebot von konkurrierenden Angeboten? Warum sollten sie sich gerade für Dich entscheiden?

Antworten auf diese Fragen bilden die Grundlage für hilfreiche Inhalte auf dieser Stufe.

Die letzte Überzeugungsarbeit kannst Du dann auch noch mit Fallstudien Deiner Kunden leisten. Wer hat bereits Dein Angebot gewählt und damit das Problem erfolgreich überwunden?

Was brauchen sie noch, um Deine Lösung anzuwenden und ihr Problem zu lösen?

Sobald sich ein Interessent für eines Deiner Angebote entschieden hat, geht es in die nächste Stufe seiner Problemlösung.

Denn ein Produkt zu kaufen oder eine Dienstleistung zu buchen reicht ja alleine nicht aus, um ein Problem auch wirklich zu lösen.

Man muss Umsetzen, Anwenden, Realisieren.

Und hier setzt Du wieder mit Deinen Inhalten an.

Du zeigst Best Practices bei der Umsetzung einer Problemlösung. Du bietest konkrete Anweisungen für einzelne Schritte auf dem Weg zum Erfolg. Die hilfst mit Vorlagen, die einen Teil der Arbeit abnehmen und erleichtern.

Du unternimmst also alles, um die eigentliche Problemlösung so leicht wie möglich zu gestalten.

Dein Redaktionsplan speist sich aus den Schritten des Entscheidungsprozesses

Du siehst also: wenn Du so über Deine Inhalte nachdenkst, bekommst Du eine richtige Struktur für Deine Redaktionsplanung.

Du benötigst Inhalte auf allen Stufen des Entscheidungsprozesses Deiner potentiellen Kunden.

Ein erfolgreicher Redaktionsplan liefert also Inhalte auf allen Stufen in einer ausgewogenen Form. Er beleuchtet unterschiedliche Aspekte der einzelnen Schritte der Kundenreise. Er bietet unterschiedliche Sichtweise auf Aspekte, um eine breite Masse Deiner Zielgruppe anzusprechen.

Wenn Du Dich also bei der Redaktionsplanung vom Inbound Marketing und der Kundenreise leiten lässt, dann gehst Du wesentlich strategischer an Deine Inhalte heran.

Kombiniere das mit einem detaillierten Bild Deiner Zielgruppe in Form einer Buyer Persona und Du wirst Dich von Deiner Konkurrenz durch hilfreiche, wertvolle und spezifische Inhalte abheben.

Ich wünsche Dir ganz viel Spaß dabei, mit neuer Motivation an Deinen Redaktionsplan heranzugehen!

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